Make it 3D

Der Scanner der botspot GmbH hat die Größe eines Iglu und lässt sich bei Bedarf erweitern. Das System bildet jede beliebige Vorlage, ob Mensch, Tier oder Gegenstand, in weniger als einer Hundertstelsekunde ab und wandelt die Daten zu einem originalgetreuen Double; schnell, berührungslos und ohne zu lasern.

Möglich wird das über eine neu entwickelte fotogrammatische Technik, bei der eine nahezu beliebige Anzahl modifizierter Fotozellen ein Rundumbild des Fotomodells anfertigen. Im Computer wird das Modell zu einem 3D-Objekt zusammengefügt, das sich dann ausdrucken oder digital bearbeiten lässt. Testen kann man das übrigens im Medienkaufhaus Saturn in Berlin am Alexanderplatz. Dort steht einer der botspot-3D-Scanner.

»Unser 3D-Scanner zählt inzwischen zu den schnellsten und besten der Welt,« behauptet Thomas Strenger. Das Team der botspot hat etliche Jahre Entwicklungsarbeit hinter sich. botspot waren seinerzeit die ersten, die einen Fullbody-Scanner als Serienmodell rausbrachten. Vor drei Jahren betrieben sie noch einen eigenen 3DCopyshop am Moritzplatz in Kreuzberg. Dort konnte man Objekte aller Art einscannen und als Miniatur oder, falls es ein 3D-Selfie sein sollte, die eigene Person als Mini-Klon ausdrucken lassen. Das Thema »Mini-Me« ist immer noch recht beliebt und so beliefert botspot auch weiterhin 3D-Stores mit ihren Scannern.

Die heutigen Scanner haben mit den ersten Entwicklungen allerdings nicht mehr viel zu tun, sagt Thomas Strenger. Die Software wird immer raffinierter. Sie kann mehr Details widergeben und sogar Bewegungen »einfrieren« und ausgedruckt wiedergeben. Aktuell kam ein neu entwickeltes Streifenlichtverfahren hinzu, das auch schwierige, zum Beispiel stark reflektierende Oberflächen erfasst. Durch die modulare Bauweise ist das System sehr flexibel und auch bei der Größe der eingescannten Objekte, so die Entwickler, gibt es kaum Grenzen: ein Barthaar wird ebenso gestochen scharf abgebildet wie ein Wolkenkratzer.

Die Scanner der botspot GmbH sind inzwischen in der Automobilindustrie oder in der Medizintechnik angekommen. Die Scanner verkaufen sich weltweit. Maßgenauigkeit ist in vielen industriellen Bereichen sehr wichtig. Da liege eines der viel versprechenden Anwendungsfelder, so Thomas Strenger. Die Scanner dienen heute außerdem zur Erstellung von animierten Figuren für Computerspiele und Kinofilmen.

»Wir sehen uns heute weltweit an der Spitze der Scannertechnologie«, sagt Thomas Strenger. Dort will man auch gern bleiben. Deswegen arbeitet das 12-köpfige Team der botspot GmbH im TGS weiter an der Optimierung und Entwicklung ihrer Technologie.

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